AWO Beratungszentrum Gifhorn

Beratung für Menschen mit Gewalterlebnissen (im Rahmen der Ehe-, Familien- und Lebensberatung)

Ansprechpersonen

Renate Duschanek
Beratung gegen sexuelle Gewalt

Oldaustr. 32
38518 Gifhorn

  05371 724741
  beratungszentrum-gf@awo-bs.de

Jan Vahldiek
Täter/innenberatung

Oldaustr. 32
38518 Gifhorn

  05371 724741
  beratungszentrum-gf@awo-bs.de

An wen richtet sich das Angebot?

An betroffene Frauen und Männer, die sich einfach nur informieren oder auch in vertraulichen Gesprächen beraten lassen wollen.
An Paare, die sich mit Übergriffen innerhalb der Partnerschaft auseinandersetzen möchten oder aufgrund von Erlebnissen sexualisierter Gewalt außerhalb der Beziehung bzw. Ehe in ihrer Partnerschaft belastet sind.
An Interessierte, für die wir als Kontakt- und Informationsstelle zu allen Fragen, die mit dieser Thematik verbunden sind, zur Verfügung stehen.
An betroffene Frauen, die an einem Gruppenangebot interessiert sind mit den Inhalten Selbstachtung, Selbstbehauptung und Selbstfürsorge.

Rahmenbedingungen

Die Beratung ist kostenfrei, auf Wunsch anonym und kann auch per Video durchgeführt werden. Sie kann über einen längeren Zeitraum zur persönlichen Klärung, Entlastung und Stabilisierung erfolgen, allerdings wird durch uns keine Psychotherapie angeboten. Bei Bedarf wird diese jedoch empfohlen und an eine/n (psychologische/n) Psychotherapeut/in verwiesen.

Täter/innenberatung im AWO-Beratungszentrum Gifhorn

An wen richtet sich das Angebot?

An Menschen, die bereit sind, ihre eigenen Themen von aggressiven Impulsen, Gewaltbereitschaft oder konkretem, gewalttätigen Handeln zu bearbeiten.
Das Angebot kann zur Prävention genutzt werden, um bspw. Handlungsstrategien zur Vermeidung häuslicher Gewalt zu erlernen.
Ebenso werden Überweisungskontexte im Rahmen allgemeiner Körperverletzungsdelikte angenommen und bearbeitet.

Rahmenbedingungen

Als Teil der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) handelt es sich um ein anteilig gebührenpflichtiges Angebot, welches von den Klientinnen und Klienten eigenständig mitfinanziert werden muss.
Voraussetzung ist ebenfalls die eigenverantwortliche Terminvereinbarung.
Es werden vorwiegend volljährige Personen beraten. Einzelfallabhängig ist jedoch auch die Beratung junger Menschen vor dem 18. Lebensjahr möglich, sofern eine ausreichende, geistige Reife vorhanden ist.

Motivation vs. Auflage

Notwendig für die Zusammenarbeit ist die Bereitschaft, das eigenen Verhalten zu reflektieren,
offen die Gewaltthemen anzusprechen und ein Problembewusstsein zu entwickeln.
Vor allem Klientinnen und Klienten mit einem Überweiser-Auftrag müssen eine Eigenmotivation mitbringen und benennen können, was sie durch die Beratung verändern wollen.

Beratungsinhalte

Nach Abklärung des individuellen Bedarfs werden verschiedene Punkte bearbeitet,
wie z.B. die ausführliche Beschreibung einer Situation, in der es zu gewalttätigen Handlungen kam (Tatrekonstruktion) und das Erarbeiten einer Notfall-Strategie, um weitere Vorfälle zu verhindern.
In der Biografiearbeit wird die Frage eigener Gewalterfahrungen und Konfliktlösestrategien aus der Herkunftsfamilie geklärt.
Im weiteren Verlauf geht es um die Vermittlung von gewaltfreier Kommunikation und das Erlernen neuer Konfliktlösekompetenzen.

Abgrenzung zur Therapie

In Abgrenzung zu einem therapeutischen Angebot handelt es sich bei diesem Hilfsangebot um psychosoziale Beratung, die in Regel zwischen 6 und 10 Beratungsstunden (verteilt über 6 bis 12 Monate) umfasst und nach maximal 20 Beratungsstunden endet.

Wann ist eine Beratung nicht (mehr) möglich?

Ausschlusskriterien sind:

  • eine akute Suchterkrankung
  • Sexualstraftaten
  • therapeutischer Bedarf – wenn Beratung allein nicht ausreicht
  • fehlende Eigenmotivation bzw. ein Nicht-Einlassen auf den Beratungsprozess
  • wiederholtes Fehlen / Absagen der vereinbarten Termine ohne nachvollziehbare Gründe